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Blog

Besonderheiten aus München und Oberbayern

Seit 31 Jahren lebe ich nun schon in und um München und Oberbayern...



Vorwort zu meinem Blog-Bereich „Brauchtum, Feste, Märkte und Besonderheiten in München und Bayern“

Seit 31 Jahren lebe ich nun schon in und um München und Oberbayern – ursprünglich komme ich aus dem Frankenland – und kann immer noch nicht sagen, dass ich München und das, was sich darin und darum so alles tut, wie meine Westentasche kenne. Zum einen verschlägt es mich immer wieder in neue Münchner Stadtteile, Orte in Oberbayern oder auch im Frankenland, an denen ich noch nicht war, weil sie vorher irgendwie nicht in mein Bewusstsein gerückt sind. Zum anderen gab und gibt es in München und ganz Bayern Bräuche, Feste, Märkte und Besonderheiten, und diese sind entweder

  • uralt und waren schon immer da,
  • uralt, wurden aber erst in unserer Zeit wieder neu zum Leben erweckt oder
  • Im Lauf der Jahre und Jahrzehnte neu und auf sehr originelle Weise dazugekommen.
Von solchen „Phänomenen“ im weitesten Sinn möchte ich in diesem Bereich erzählen und würde mich freuen, wenn auch Ihr dazu etwas zu erzählen hättet.


13.03.2020 - Trotz allem: Slán Go Thoill an alle Iren !
Am kommenden Sonntag, dem 15. März 2020, hätte auch bei uns in München wie in jedem Jahr seit der Jahrtausendwende die St. Patrick’s Parade und anschließend die Feier auf der Festbühne vor der Feldherrnhalle bzw. am Wittelsbacher Platz stattgefunden; und drum herum hätten an diesem bis zum kommenden Wochenende in vielen Münchner Restaurants, Bars und Pubs Irish Folk-Konzerte mit Live-Musik, guten Bands und natürlich auch reichlich Guinness und Cider stattgefunden. Heuer wurde die St. Patrick’s Parade und Feier abgesagt.


Keine St. Patrick’s Parade 2020 in München

Trotz allem: Slán Go Thoill an alle Iren !


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Am kommenden Sonntag, dem 15. März 2020, hätte auch bei uns in München wie in jedem Jahr seit der Jahrtausendwende die St. Patrick’s Parade und anschließend die Feier auf der Festbühne vor der Feldherrnhalle bzw. am Wittelsbacher Platz stattgefunden; und drum herum hätten an diesem bis zum kommenden Wochenende in vielen Münchner Restaurants, Bars und Pubs Irish Folk-Konzerte mit Live-Musik, guten Bands und natürlich auch reichlich Guinness und Cider stattgefunden. Heuer wurde die St. Patrick’s Parade und Feier abgesagt.

Für einen Irish Folk-Abend, der bei uns in Neuried am 20. und 21.03.2020 im Café VorOrt stattfinden hätte sollen, habe ich mir bereits ein Ticket besorgt; doch leider rief mich heute eine der Betreiberinnen des Cafés an und teilte mit, dass die Band ihre Konzerte an beiden Abenden abgesagt hat.

Es ist eine traurige und bedauerliche Tatsache, dass die Vorsichtsmaßnahmen bezüglich des Corona-Virus auch bei uns in und um München zunehmend verschärft werden. Mittlerweile dürfen Veranstaltungen, Konzerte, Sportturniere mit Zuschauern über 500 Personen nicht mehr stattfinden, was nicht nur die Allianz-Arena sowie das Olympiastadion samt -halle betrifft, sondern auch die Konzerte und Aufführungen in der Philharmonie, auf städtischen Bühnen, im Nationaltheater etc.

Heute war ich in der Innenstadt unterwegs, um bei einer Mini-Messe für Kleinunternehmer und Selbstständige, die in dieser bis einschließlich Ende kommender Woche stattfinden soll, Kontakte zu knüpfen und noch ein paar Vorsichts-Einkäufe zu erledigen; und überall bei den Münchner Gastronomen und Ladenbesitzern grassiert die Befürchtung, dass die Regierung oder die Stadt München jeden Moment auch die Schließung ihrer Restaurants und Läden anordnen könnte. Morgen oder spätestens am Montag sollen weitere Maßnahmen und Anordnungen folgen.

Morgen werde ich das Letzte noch holen, was mir fehlt; und dann kann ich – wenn es sein muss – mich für zwei Wochen oder länger in meiner Wohnung einigeln und meine Kontakte über meinen PC und mein Handy pflegen. Doch so wie es aussieht, müssen wir in und um München den St. Patrick’s Day zu Hause feiern. Wie Ihr an meinem Grußfoto seht, habe ich mich entsprechend eingedeckt…

Ansonsten kann ich – können wir – uns momentan nur mit einem kleinen Lied trösten:

„Die Gedanken sind frei;                                         Und sperrt man mich ein
wer kann sie erraten?                                              in finsterem Kerker,
Sie fliegen vorbei                                                     ich spotte der Pein
wie nächtliche Schatten.                                         und schändlichen Werken.
Kein Mensch kann sie wissen,                               Denn meine Gedanken,
kein Jäger erschießen                                             sie reißen die Schranken
mit Pulver und Blei.                                                 und Mauern entzwei.

Die Gedanken sind frei!                                           Die Gedanken sind frei!

Ich denke, was ich will                                            So will ich auf immer
und was mich beglücket;                                        den Sorgen entsagen
doch alles in der Still‘                                              und will mich auch nimmer
und wie es sich schicket.                                        Mit Grillen mehr plagen.
Mein Wunsch und Begehren                                   Man kann ja im Herzen
kann niemand verwehren,                                       stets lachen und scherzen
es bleibet dabei:                                                       und denken dabei:

Die Gedanken sind frei!                                          „Die Gedanken sind frei!“

 



26.02.2020 - Vom kleinen Aufstand der Tapferen - Eine Begebenheit am Faschingsdienstag in München
An dieser Stelle möchte ich von einer Begebenheit erzählen, die sich am Faschingsdienstag in München vor der "Galeria Kaufhof" tatsächlich so zugetragen und mir ein wenig Hoffnung geschenkt hat, dass die guten Eigen-schaften des Menschen immer noch siegen können. Weil ich nicht will, dass den Beteiligten ein Nachteil oder gar eine Bedrohung aus meiner Erzählung erwächst, nenne ich keine Namen und veröffentliche auch keine Fotos von ihnen - dafür aber ein Bild von den ersten Frühlingsboten als kleines Zeichen der Hoffnung, die jetzt in unserer Stadt zu sehen sind.


Vom kleinen Aufstand der Tapferen

- Eine Begebenheit am Faschingsdienstag in München -

 

An dieser Stelle möchte ich von einer Begebenheit erzählen, die sich am Faschingsdienstag in München vor der Galeria tatsächlich so zugetragen und mir ein wenig Hoffnung geschenkt hat, dass die guten Eigenschaften des Menschen immer noch siegen können.

Weil ich nicht will, dass den Beteiligten ein Nachteil oder gar eine Bedrohung aus meiner Erzählung erwächst, nenne ich keine Namen und veröffentliche auch keine Fotos von ihnen - dafür aber ein Bild von den ersten Frühlingsboten als kleines Zeichen der Hoffnung, die jetzt in unserer Stadt zu sehen sind.

 

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Es hängt damit zusammen, dass - was ich lange Zeit nicht wusste - Straßenmusiker nicht einfach in der Fußgängerzone drauflos musizieren können, sondern eine Erlaubnis des Kreisverwaltungsreferats benötigen. Und sie dürfen auch nicht einfach musizieren, wo sie wollen, sondern wo es ihnen vom KVR und von den umliegenden Gewerbebetrieben erlaubt wurde.

Und so kam es, dass am Faschingsdienstag vor der Front der Galeria am Marienplatz zwei Musikgruppen auf relativ engem Raum zusammengespannt wurden: links eine seit langer Zeit etablierte Gruppe von Sambatrommlern mit einem großen Aufgebot an Schlaginstrumenten jeglicher Art, und rechts drei afrikanische Trommler mit kleinen Djemben und einem Koro-Spieler aus dem Senegal.

Obwohl die Trommler professionelle Musiker waren, kamen sie mit ihren Djemben, die zwar kraftvoll, aber nicht laut klingen, und ihrer Koro, deren Klang so zart und fein wie der einer Harfe ist, nicht gegen das Gehämmer, Geschepper und Gedonner der großen Snare Drums und Basstrommeln an, drohten unterzugehen und zu unterliegen. Sie konnten nur hin und wieder die Pausen der Sambatrommler ausnützen, um überhaupt gehört zu werden.

Zwei der trommelnden Männer trugen Rastazöpfe. Am liebsten hätte ich ihnen zugerufen: "I Ras Tafari!" Doch angesichts der gereizten, aufgeheizten Stimmung in unserem Land wäre diese Parole vielleicht kontraproduktiv gewesen. Auch war ich mir nicht sicher, ob sie mich verstanden hätten, da ich nicht wusste, welche Sprache(n) sie beherrschten.

Doch dass sie praktisch gegen die Sambatrommler ausgespielt wurden und mit ihrer Darbietung zum Untergang verurteilt schienen, versetzte mich zunehmend in Wut. Auf einmal tönte es in mir:

"Get up! Stand up! Stand up for your rights! Get up! Stand up! Dont give up the fight!"

Ein Wort oder besser einen Ruf würden sie verstehen... Ich begann in die Hände zu klatschen und "WAY-O!" zu rufen, wieder und immer wieder, und die afrikanischen Musiker aus dem Senegal trommelten weiter und begannen zu tanzen.

Zu meinem Erstaunen ging eine alte Dame, von der ich eine solche Reaktion nie und nimmer erwartet hätte, auf den Trommler zu, der an der größten Djembe im Hintergrund saß, und bedeutete ihm mit ein paar Gesten, er möge Vollgas geben und lauter trommeln. Er und seine Mitmusiker legten sich ins Zeug, schafften es, sich gegen die Sambatrommler Gehör zu verschaffen.

Andere Passanten blieben stehen und klatschten den Takt mit. Die Musiker trauten sich, nicht nur zu trommeln, sondern auch ihr Können als geschickte, flinke Tänzer zu zeigen. In den Pausen applaudierten die anderen Zuschauer im Kreis um sie herum. Und am Ende traten drei Sambatänzerinnen auf die Senegalesen zu und begannen, zu ihrer Musik und in ihrem Rhythmus zu tanzen....

Ein erfolgreicher kleiner und obendrein friedlicher Aufstand der Tapferen, die sich die Butter nicht vom Brot nehmen ließen!



02.02.2020 - Krimi im Wohnzimmer - Das Blutenburgtheater
Ein Abend im Blutenburgtheater macht mehr Spaß als ein Krimi im Fernsehen. Denn man ist mitten-drin anstatt nur dabei, die Tickets sind für Münchner Verhältnisse mehr als preisgünstig – selbst in den beiden vordersten Reihen bezahlt man nur 29 Euro -, und die Schauspielerinnen und Schauspieler zeigen Abend für Abend, dass der Mensch nach wie vor mehr ist als ein Social Media-Kontakt.