Informationen zum Datenschutz
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung Datenschutzerklärung .           Nicht akzeptieren
Blog

Meine Blogs

Meine Impressionen







Ich schreibe derzeit zu folgenden Themen






~ Auszug aus meinen Blogs ~




29.10.2020 -


Geben Sie hier ihren Blogeintrag ein



29.10.2020 - Ein Kino mit Rang und Namen - Der Gloria-Palast am Stachus
Leider werden auf Beschluss der Bundes- und Landesregierung ab dem 2. November 2020 vier Wochen lang im Rahmen des zweiten Lockdowns alle öffentlichen Zusammenkünfte und Veranstaltungen untersagt, was bedeutet, dass die Münchner Gastronomiebetriebe wie auch alleTheater, Konzertbühnen und Kinos schließen müssen. Da die bayerische Staatsregierung diesmal den Kulturschaffenden und Gastronomen in München und Oberbayern finanzielle Unterstützung zugesagt hat, hoffe ich, dass die Kinos wie auch die anderen Münchner Kultur-Institutionen von Rang und Namen den November 2020 glimpflich überstehen, und möchte auf diese Weise meinen kleinen bescheidenen Beitrag  zum Erhalt des Gloria-Palastes wie auch der anderen Kinos und kulturellen Institutionen in München  leisten!


Ein Kino mit Rang und Namen – Der Gloria-Palast am Stachus

Leider werden auf Beschluss der Bundes- und Landesregierung ab dem 2. November 2020 vier Wochen lang im Rahmen des zweiten Lockdowns alle öffentlichen Zusammenkünfte und Veranstaltungen untersagt, was bedeutet, dass die Münchner Gastronomiebetriebe wie auch alleTheater, Konzertbühnen und Kinos schließen müssen.

Da die bayerische Staatsregierung diesmal den Kulturschaffenden und Gastronomen in München und Oberbayern finanzielle Unterstützung zugesagt hat, hoffe ich, dass die Kinos wie auch die anderen Münchner Kultur-Institutionen von Rang und Namen den November 2020 glimpflich überstehen, und möchte auf diese Weise meinen kleinen bescheidenen Beitrag  zum Erhalt des Gloria-Palastes wie auch der anderen Kinos und kulturellen Institutionen in München  leisten!

Doch nun zum eigentlichen Thema meines Artikels:

Neben dem Marienplatz mit der Mariensäule in der Mitte, dem neugotischen Neuen Rathaus mit dem Glockenspiel-Turm und dem Fischbrunnen davor, dem Odeonsplatz mit den wuchtigen goldschimmernden Kuppeltürmen der Theatinerkirche und den marmornen Bögen der Feldherrnhalle gehört auch der vierstöckige neubarocke Halb-Rundbogen des Stachus-Rondells zu den Wahrzeichen, die aus dem Gesicht unserer Stadt nicht wegzudenken sind; und ein Teil dieses Rondells ist seit 1956 der Gloria-Palast.

Ebenso wie die Museums-Lichtspiele in der Zweibrückenstraße gehört auch der Gloria-Palast zu den prachtvollen altehrwürdigen Kinos, pardon Lichtspieltheatern Münchens. Gegründet wurde er in den Wirtschaftswunder-Jahren von der Kino-Legende Ilse Kubaschewski, die nicht nur aufwändige Ausstattungsfilme wie die Sissi-Trilogie oder Die Trapp-Familie nach München holte, sondern bei den Premieren und Filmbällen der 1950er und 1960er Jahre immer auch den roten Teppich für neue oder bereits etablierte Stars ausrollte.

Auch die großen Hollywood-Filme der 1960er Jahre wie Ben Hur, Cleopatra, Frühstück bei Tiffany etc. flimmerten über die riesige Leinwand mit den imposanten Säulen und dem antikisierenden Giebelfries darüber.

Vor allem aber gab es hier einst nicht nur Filme zu sehen!

Eine Bekannte von mir, die mit ihrem Mann in Seefeld lebt, wo sich das imposante Schloss derer von Toerring erhebt, die aber in München geboren und aufgewachsen ist, erzählte mir, dass es im Gloria-Palast, bevor der Hauptfilm des Abends begann, von den 1960er Jahren bis Anfang der 1980er Jahre Wasserspiele mit echten Fontänen gab, die vor dem schweren dunkelroten Samtvorhang zu Walzerklängen sprühten, zuckten und tanzten.

Und im Winter seien anstatt der Wasserspiele kleine Eisrevuen veranstaltet worden, bei denen Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler, das Eistanz-Traumpaar der 1960er Jahre, Ausschnitte aus ihren Programmen zeigten.

Auf gut Deutsch: Was die Ausstrahlung von Glamour, Glanz und Gloria angeht, war und ist der Name dieses Kinos nicht nur Schall und Rauch!

Doch Anfang der 2000er-Jahre begannen Multiplex-Kinos wie Cinemaxx und Mathäser mit ihrer topmodernen Bild- und Tontechnik und der riesigen Aufnahmekapazität ihrer perfekt eingerichteten Säle nach und nach die inhabergeführten Münchner Kinos zu verdrängen. Diese Multiplex-Kinos, die alle aktuellen Blockbuster zu verschiedenen Uhrzeiten in mehreren Sälen zeigen, funktionieren zwar perfekt und sorgen für optimale Sitzqualität, doch zugleich geht von ihnen etwas Steriles, Unpersönliches aus.

Vor allem aber haben sie den kleinen, individuell ausgestatteten und eingerichteten Kinos, die immer eine gute Mischung aus Kassenschlagern und „Liebhaberfilmen“ zeigten, nach und nach die Existenz abgegraben!

Ich erinnere nur an die vier Säle des Karlsplatz-Kinos gleich hinter dem Karlstor, das Tivoli-Theater im Neo-Rokoko-Stil (in dem Pretty Woman, Siddharta und Jenseits der Stille uraufgeführt wurden, um nur einige Filme von Weltruf zu nennen), oder das Neue Gabriel, das sich wie die City-Kinos und das Atelier einst den Independent- und Arthouse-Filmen verschrieben hatte. Inzwischen ist auch das Gabriel-Lichtspieltheater aus dem Jahr 1886 eingegangen, sprich, das älteste inhabergeführte Kino Münchens.

Auch die Tage des Gloria-Palastes schienen gezählt zu sein; doch 2012 eröffnete er in einer völlig neuen Aufmachung. Um es kurz und bündig auszudrücken: Seither ist ein Film in diesem Lichtspieltheater ein abendfüllendes Erlebnis! Allerdings zahlt man für das Ticket deutlich mehr als in allen anderen Münchner Kinos, weshalb ein Abend im Gloria-Palast häufig zu den Geschenken aus gegebenem Anlass zählt: Weihnachten, Abitur, großer Geburtstag, Verlobung etc…

Gerechterweise muss ich zugeben, dass man für die € 20,00 pro Ticket eine Qualität geboten bekommt, die sich von anderen Kinos deutlich unterscheidet und für die man eine halbe Stunde vor Filmbeginn erscheinen sollte.

Denn im Eingangsbereich wird zum Empfang ein Cocktail serviert, nach dem man auf einer mit dickem rotem Samt ausgekleideten Treppe ins Obergeschoss hinauf schwebt und in einem riesigen Polstersessel mit breiten Armlehnen und Fußbank Platz nimmt. Kaum sitzt man, erscheint die Bedienung und bietet Getränke, Snacks und kleine Häppchen an, die man am Platz serviert bekommt und bezahlt. Nach dem Imbiss klappt man die Fußbank hoch und genießt den Film des Abends, als läge man auf einer riesengroßen Kuschelwolke.

Es lohnt sich, im Gloria-Palast einem der großen Opernabende beizuwohnen, die vom Royal Opera House in London,
der MET in New York oder der Mailänder Scala live übertragen werden! Nicht nur, dass man auf der Leinwand mehr vom Geschehen und von den Opernstars sieht als im Opernhaus. Im unteren Drittel der Leinwand wird auch die Übersetzung der Arien, Rezitative und Chorpartien eingeblendet, so dass man jederzeit weiß und versteht, worüber und weshalb sich die Hauptdarsteller gerade die Seele aus dem Leib singen….

Aktuell werden legendäre Inszenierungen der Salzburger Festspiele und Ballettabende am Royal Opera House gezeigt, so dass es sich lohnt, an einem Samstag oder Sonntag vorbei zu schauen!



29.10.2020 - Manchmal geschieht ein kleines Wunder - Die Käs-Alm auf der Auer Dult
Im Sommer dieses Jahres habe ich über den „Sommer in München“ berichtet, eine Veranstaltungsreihe, die im Corona-Jahr 2020 mit Ständen und Buden auf dem Orleansplatz, dem Weißenburger Platz, dem Wittelsbacher Platz und dem Königsplatz die Auer Dult und das Oktoberfest ersetzen sollte und auf so manchen Besucher, darunter auch auf mich, den Eindruck eines ebenso kümmerlichen wie sterilen Provisoriums erweckt hat. Entgegen meiner Erwartungen und zu meiner großen Freude - und gewiss verdankt München dies zu einem guten Teil dem Kampf und Protest der Wirte, Standbesitzer und Schausteller - fand vom 17. bis 25. Oktober 2020 die Auer Dult wieder dort statt, wo sie hingehört: auf dem Mariahilfplatz vor der gleichnamigen Kirche in der Au.


Manchmal geschieht ein kleines Wunder – Die Käs-Alm und die Auer Dult