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~ Auszug aus meinen Blogs ~




25.01.2026 - Eine kleine Gedenkminute für eine echte Münchner Institution
​​​​​​​Obwohl das Neue Rathaus am Marienplatz mit seinen 158 Jahren – es wurde von 1865 bis 1909 von dem begnadeten Architekten Georg von Hauberrisser und seinem Bauteam errichtet – im Vergleich zu den Rathäusern von Augsburg, Nürnberg, Frankfurt oder Lübeck ein relativ „junges“ Rathaus ist, wäre der Marienplatz ohne jene feinziselierte neugotische Fassade mit ihrem hoch aufragenden Spitzturm in der Mitte, der das weltberühmte Glockenspiel birgt, und auf dessen Balkon das Münchner Kindl jedes Jahr zu Beginn der Adventszeit die Stadt segnet und der Oberbürgermeister die Fußballspieler des FC Bayern München empfängt, wenn sie eine Champions League oder Europameisterschaft gewonnen haben und den Pokal nach Hause mitbringen, nicht der Marienplatz. Ich denke, ich gehe nicht zu weit in der Einschätzung, dass mir einheimische Münchnerinnen und Münchner, unzählige „Zuagroaste“ (Eingewanderte für Nicht-Bayern) und viele Besucherinnen und Besucher in diesem Punkt ohne zu zögern zustimmen würden. Und direkt unter dem Neuen Rathaus erstreckt sich das gewaltige Gewölbe, das seit 1874 – also bereits seit 149 Jahren – unter seiner ausgeklügelten Dachkonstruktion mit ihren halben Kuppeln und gotischen Spitzen den Ratskeller barg. Barg? Ja, denn Architekten und Restauratoren haben festgestellt, dass sowohl das Neue Rathaus als auch das Kellergewölbe, das sein immenses Gewicht trägt und abfängt, gründlich saniert und restauriert werden muss, wenn es auf Dauer fortbestehen soll. Und dies hatte zur Folge, dass der Ratskeller am Ende des Jahres 2025 nach 149 Jahren Dienstzeit schließen und das Gewölbe räumen musste.


Eine kleine Gedenkminute für eine echte Münchner Institution


Obwohl das Neue Rathaus am Marienplatz mit seinen 158 Jahren – es wurde von 1865 bis 1909 von dem begnadeten Architekten Georg von Hauberrisser und seinem Bauteam errichtet – im Vergleich zu den Rathäusern von Augsburg, Nürnberg, Frankfurt oder Lübeck ein relativ „junges“ Rathaus ist, wäre der Marienplatz ohne jene feinziselierte neugotische Fassade mit ihrem hoch aufragenden Spitzturm in der Mitte, der das weltberühmte Glockenspiel birgt, und auf dessen Balkon das Münchner Kindl jedes Jahr zu Beginn der Adventszeit die Stadt segnet und der Oberbürgermeister die Fußballspieler des FC Bayern München empfängt, wenn sie die Champions League oder Europameisterschaft gewonnen haben und den Pokal nach Hause mitbringen, ganz einfach nicht der Marienplatz.

Ich denke, ich gehe nicht zu weit in der Einschätzung, dass mir einheimische Münchnerinnen und Münchner, unzählige „Zuagroaste“ (Eingewanderte für Nicht-Bayern) und viele Besucherinnen und Besucher in diesem Punkt ohne zu zögern zustimmen würden.

Und direkt unter dem Neuen Rathaus erstreckt sich das gewaltige Gewölbe, das seit 1874 – also bereits seit 149 Jahren – unter seiner ausgeklügelten Dachkonstruktion mit ihren halben Kuppeln und gotischen Spitzen den Ratskeller barg.

Barg? Ja, denn Architekten und Restauratoren haben festgestellt, dass sowohl das Neue Rathaus als auch das Kellergewölbe, das sein immenses Gewicht trägt und abfängt, gründlich saniert und restauriert werden muss, wenn es auf Dauer fortbestehen soll. Und dies hatte zur Folge, dass mit dem Neuen Rathaus auch der Ratskeller am Ende des Jahres 2025 nach 149 Jahren Dienstzeit schließen und das Gewölbe räumen musste.

Obwohl der Grund für die Räumung des Rathauses und des Ratskellers naheliegend und vernünftig ist, konnten und wollten die einheimischen Münchnerinnen und Münchner sowie langjährige Einwohner und auch gerne anreisende Besucherinnen und Besucher nicht so recht glauben, dass es sein musste.

Meine Ex-Kollegin und ich, die wie alle anderen gebildeten und informierten Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt davon erfuhren, wollten in der Adventszeit noch einmal in den Ratskeller essen gehen und uns von dem riesigen, verschachtelten Gewölbe mit seinen unzähligen Winkeln, Nischen und chambres séparées, seiner ausnahmslos hervorragenden bayerisch-gutbürgerlichen Küche und seinen immer freundlichen Kellnern verabschieden.

Keine Chance! Ab dem ersten Adventswochenende war der Ratskeller restlos ausgebucht!

Keine gute Idee war der Vorschlag der Grünen im Rathaus, in diesem Gewölbe einen modisch-schicken Partykeller mit „Bällebad“ einzurichten.

Ich bitte zu bedenken, dass der Ratskeller keine x-beliebige Gaststätte unter vielen und auch keine billige Kneipe ist, sondern das erste Restaurant in München und eine echte Institution, die über Jahrzehnte hinweg Millionen an Gästen besucht und die Winkel, Nischen und chambres séparées gefüllt haben!

Aus meiner Sicht und auch aus der meiner Ex-Kollegin muss der Ratskeller als erste Adresse und echte Institution Münchens ebenso erhalten bleiben wie das Neue Rathaus mit seiner neugotischen Fassade und seinem nicht weniger fein gestalteten Innenhof, in dem man/frau im Sommer so lauschig und gemütlich sitzt.

Als im Jahr 2020 die weltberühmte Kathedrale Notre Dame de Paris brannte – inzwischen ist sie dank des unermüdlichen Einsatzes des Architekten- und Restauratorenteams soweit hergestellt, dass man sie wieder betreten kann –, hat dieses Ereignis seinerzeit die ganze Stadt mobil gemacht.

Denn auch wenn es recht wenige Dinge gibt, die den sehr weltlich gesinnten Bürgerinnen und Bürgern von Paris heilig sind: Notre Dame ist es. Sie bildet den Mittelpunkt ihrer Stadt und gehört genauso zur Seine-Metropole wie der Eiffelturm und der Invalidendom, wie der Place de l’Etoile mit dem Arc de Triomphe, wie der Louvre und die Brücken über die Seine. Und dies um ein paar Jahrhunderte länger als alle anderen Wahrzeichen.

Und so kamen seinerzeit im Jahr 2020 Pariserinnen und Pariser und postierten sich Tag und Nacht als Mahnwache rund um die mächtige Kathedrale, um sie buchstäblich mit Leib und Leben gegen jedes weitere Unheil zu beschützen. Und welch ein Aufatmen ging durch die Menge, als das Expertenteam erklärte, dass beide Türme samt dem Bauwerk als Ganzes gerettet werden konnten und erhalten bleiben würden!

Hm. Wenn jetzt, im Jahr 2026, die Bau- und Restaurationsarbeiten am Neuen Rathaus und seinem Gewölbe beginnen, empfiehlt es sich vielleicht, dass wir ein wachsames Auge darauf haben, was am Marienplatz vor sich geht. Auch wenn es aus meiner Sicht nicht notwendig ist, dass wir das Neue Rathaus umstellen, sollten wir das für Münchner und Bayern leider oft typische Phlegma überwinden und für seinen Erhalt und auch den seines Gewölbes einschließlich des Ratskellers einstehen!


 



25.01.2026 - Ein Münchner "Wellnesstag", der wenig kostet
Womöglich geht es jedem von uns nach oder auch während einer anstrengenden, fordernden Zeit so, dass man sich nach einer Auszeit sehnt, um zur Ruhe zu kommen und ein wenig Kraft und Freude zu tanken. Vor dem Jahr 2020 mit seinen Aus- und Nachwirkungen und allem, was sich bis Ende 2025 in unserem Land und weltweit ereignet hat, war es geraume Zeit Mode, sich für ein verlängertes Wochenende oder ein, zwei Wochen einen Wellness-Aufenthalt in einem behaglich eingerichteten Hotel zu gönnen, das in einer gesundheitsfördernden Landschaft liegt, etwa im Gebirge oder an der Nord- bzw. Ostsee. Dort trank man morgens und nachmittags von Heilquellen, ließ sich von Kopf bis Fuß durchwalken und danach in Fango oder anderen Schlamm packen, ging dazwischen spazieren und probierte sich durch die ebenso gesunde wie ausnahmslos wohlschmeckende Speisekarte des Hauses. Solche Wellness-Aufenthalte wie auch Reisen an sich sind seit 2022/23 deutlich teurer geworden und kommen für viele Menschen auf Grund der drastisch gestiegenen Lebenshaltungskosten, oder weil ihre Arbeitsstelle in Gefahr ist oder gestrichen wurde, nicht mehr in Frage. Doch für mich hat sich an jenem Samstag in Januar, den ich im Zusammenhang mit dem Schäfflertanz erwähnt habe, ein kleiner Wellnesstag ergeben, der mich erstaunlich wenig gekostet, aber mich von einem Wohlbefinden zum nächsten geführt hat. Mein „Wellnesstag made in Munich“ begann in einem Café, in das ich bei einem meiner Streifzüge geriet: das kleine aber feine „Café Wiener“ nahe beim Gärtnerplatztheater, genau gesagt am Reichenbachplatz, wo sich die Reichenbachstraße mit der Rumfordstraße kreuzt.


Ein Münchner "Wellnesstag", der wenig kostet
 

Womöglich geht es jedem von uns nach oder auch während einer anstrengenden, fordernden Zeit so, dass man sich nach einer Auszeit sehnt, um zur Ruhe zu kommen und ein wenig Kraft und Freude zu tanken.

Vor dem Jahr 2020 mit seinen Aus- und Nachwirkungen und allem, was sich bis Ende 2025 in unserem Land und weltweit ereignet hat, war es geraume Zeit Mode, sich für ein verlängertes Wochenende oder ein, zwei Wochen einen Wellness-Aufenthalt in einem behaglich eingerichteten Hotel zu gönnen, das in einer gesundheitsfördernden Landschaft liegt, etwa im Gebirge oder an der Nord- bzw. Ostsee. Dort trank man morgens und nachmittags von Heilquellen, ließ sich von Kopf bis Fuß durchwalken und danach in Fango oder anderen Schlamm packen, ging dazwischen spazieren und probierte sich durch die ebenso gesunde wie ausnahmslos wohlschmeckende Speisekarte des Hauses.

Solche Wellness-Aufenthalte wie auch Reisen an sich sind seit 2022/23 deutlich teurer geworden und kommen für viele Menschen auf Grund der drastisch gestiegenen Lebenshaltungskosten, oder weil ihre Arbeitsstelle in Gefahr ist oder gestrichen wurde, nicht mehr in Frage.

Doch für mich hat sich an jenem Samstag in Januar, den ich im Zusammenhang mit dem Schäfflertanz erwähnt habe, ein kleiner Wellnesstag ergeben, der mich erstaunlich wenig gekostet, aber mich von einem Wohlbefinden zum nächsten geführt hat.

Mein „Wellnesstag made in Munich“ begann in einem Café, in das ich bei einem meiner Streifzüge geriet: das kleine aber feine Café Wiener nahe beim Gärtnerplatztheater, genau gesagt am Reichenbachplatz, wo sich die Reichenbachstraße mit der Rumfordstraße kreuzt.

Das Café Wiener erinnert mit der dunkel- und hellgrün gemusterten Rauhfasertapete an den Wänden, dem großen Spiegel in seinem edlen schweren Holzrahmen mit der alten venezianischen Maske und dem Dreispitz mit Straussenfeder darüber, der alten mechanischen Standuhr und dem großen Lüster an der Decke an ein Wiener Kaffeehaus. Die dreistöckige Vitrine bietet sechs mehrstöckige, liebevoll dekorierte Torten, vier nicht weniger großzügig bemessene und gefüllte Kuchen und eine Spezialität, die keine andere Münchner Konditorei serviert: Apfel-Reis-Auflauf.

Wenn mir der Duft gehobelter Äpfel in die Nase steigt, die mit Zimtzucker vermengt sind, sich mit dem milden Aroma von Milchreis vereinen und gemeinsam mit ihm noch warm auf den Tisch kommen, gibt es für mich kaum eine gemütlichere Art, den Tag zu beginnen. Eine Wiener Melange bzw. ein Cappuccino dazu genügt!

Nach meinem Frühstücks-Abstecher folgte ich der Reichenbachstraße weiter geradeaus, bis sie in die Frauenstraße mündet und am Viktualienmarkt endet.

Hier stößt man auf die dunkelgrüne Blockhütte des St. Michaelshofs, ein Betrieb aus Oberbayern, dessen Erzeugnisse im Einklang mit den Phasen des Mondes und dem Einfall des Sonnenlichts angebaut werden und auch sonst das Wirken der Kräfte der Natur berücksichtigen. Ob das Wachsen der Saaten und Steckzwiebeln in bestimmten Nächten mit Gesang, Tanz und Räucherwerk begleitet wird, weiß ich nicht; doch einfach ausgedrückt ist der St. Michaelshof ein antroposophisch-esoterisch angehauchter, aber auf jeden Fall ökologischer Landwirtschaftsbetrieb.

In dieser Blockhütte, die man übrigens auch auf der Auer Dult findet, gibt es Essig-, Öl-, Honig- und Sirupsorten aus verschiedenen gesundheitsfördernden Kräutern, auch Teesorten, Gewürzmischungen, Müslis, Kekse, Heiledelsteine und was der biologisch-dynamischen Dinge mehr sind.

Von den vielen verlockenden Varianten, die sich auf dem Regalbrett vor meinen Augen aneinander reihten, nahm ich ein Fläschchen Sirup mit Fichtenspitzen-Extrakt zur Theke mit. Hierfür werden die äußersten Nadeln an den Ästen junger Fichten in Wasser, Zitronensaft und etwas Honig eingekocht.

Und dann entspann sich zwischen der Verkäuferin und mir ein Dialog, der aus einem Einakter von Karl Valentin und Liesl Karlstadt hätte stammen können:

„Möchten Sie gerne einen von unseren Keksen probieren? Ich habe hier welche mit Haselnuss und Cashew.“

„Mit Haselnuss, bitte.“

Wir wurden von einem Besucher aus den USA unterbrochen, der eine Frage stellte, auf welche die Verkäuferin auf Englisch antwortete. Dann wandte sie sich wieder mir zu.

„Was für einen Keks darf ich Ihnen als Versucherli anbieten? Mit Haselnuss oder Cashew?“

„Haselnuss, bitte“, wiederholte ich meinen Wunsch.

Im Hintergrund war ein anderer Besucher drauf und dran, mit einem Beutel in der Hand ohne zu bezahlen zur Tür hinaus zu verschwinden. „Sorry, Sir; but you have to pay if you take something with you. Please come to my desk!“ rief ihn die Verkäuferin an, worauf er den Beutel ins Fach zurück legte, aber nicht zu ihr kam, sondern die Hütte endgültig verließ.

„Leute gibt’s, die meinen, unsere Ware ist umsonst zur Selbstbedienung… Entschuldigen Sie, ich weiß schon wieder nicht mehr, was Sie mögen. Haselnuss oder Cashew?“

Inzwischen betrachtete ich diese Szene als einen Wink von oben und sagte: „Jetzt möchte ich Cashew.“ Und diesen Keks bekam ich dann auch zum Probieren, obwohl die Dose mit den Haselnuss-Keksen direkt daneben stand und ebenso gefüllt war wie die andere.

Und so zog ich mit meinem Fichtenspitzen-Sirup und meinem Cashew-Keks in der Tüte von dannen.

Wenn ich sonst auf einem Markt im Freien unterwegs bin, gehöre ich hauptsächlich zur Süßschnabel-Fraktion. Wie bereits erwähnt, wäre für mich ein Besuch der Auer Dult ohne eine Tüte Kokoswürfel und eine Marzipankartoffel zum Mitnehmen nicht komplett.

Doch auf dem Viktualienmarkt zieht es mich in andere Richtungen, wie z.B. zur Münchner Suppenküche und zu einem herzhaften, reichhaltigen und für das örtliche Preisniveau erstaunlich günstigen Eintopf mit einer großzügig bemessenen Scheibe Brot dazu. Da ich indes an diesem Samstag um 13:30 anderswo zum Mittagessen verabredet war, packte mich auf einmal die Lust auf einen kleinen herzhaften Bissen, den man nur auf dem Viktualienmarkt findet; und so steuerte ich den Stand mit den Essiggurken an.

Eine Gurke kostet 80 Cent, und man bekommt dafür ein großes dickes Exemplar in nicht alltäglichen Geschmacksnoten wie Chili, Honig-Senf oder Blaukraut. Mit einer Blaukraut-Gurke zog ich mich auf eine Bank am unteren Ende des Viktualienmarktes zurück, wo die Straße vorbei führt, auf der man zum Marienplatz kommt.

Meine Gurke war schön saftig und sauer, so wie es sich gehörte, und mir fiel auf einmal ein alter Spruch meiner Großmutter ein: „Sauer macht lustig. Lustig macht Beutel leer. Beutel leer macht Kopf schwer.‘ An diesem Tag und in diesem Moment hielt ich mich allein an den Satz: „Sauer macht lustig“...

Noch ein wenig besser, da garantiert nicht sauer, mundete mir danach der gehaltvolle, bissfeste und zugleich weiche Keks vom St. Michaelshof mit den Cashew-Nüssen darin.

Da mir vor meiner Verabredung noch ein großzügiges Zeitfenster zur Verfügung stand, kam ich auf die Idee, bei Ludwig Beck vorbei zu schauen, ob dort wieder ein informelles Gratiskonzert ins Haus stand.

Und meine Erwartung wurde nicht enttäuscht: Am nächsten Freitagabend würde das Pianisten-Duo Yaara Tal/Andreas Groethuysen zu Gast sein, das seit 40 Jahren sowohl vierhändig zusammen musiziert als auch zusammen lebt; nach Aussage der Autorin, die über dieses Paar eine Biographie verfasst hat, das beste Klavier-Duo unserer Zeit. Übrigens wurde ich an jenem Freitagabend nicht enttäuscht: Dieses Paar ist sowohl am Flügel als auch im Gespräch eine Klasse für sich!

Am Ausgang des Ludwig Beck hüpfte mir noch eine Kugel aus Lakritze hinterher, die von einer dicken Schicht Schokolade mit zwei ungewöhnlichen Zutaten umhüllt war: Erdbeere und Matcha. Klingt schräg, aber die Mischung aus süß und frisch einerseits und mild und herb andererseits hat sich aus meiner Sicht gelohnt!

Und wie zuvor erwähnt: Als ich das Kaufhaus verließ, empfingen mich draußen auf dem Marienplatz die Schäffler…

Dann aber war es Zeit, dass ich mich auf den Weg zu meiner Mittags-Verabredung machte: zum Bohemia ins Haus des Deutschen Ostens, in das ich meine Ex-Kollegin führte, die diesen Ort noch nicht kannte.

Ob meine geneigten Leserinnen und Leser mir glauben mögen oder nicht: Meine Tischgenossin, die sonst mit dem Essen so heikel ist und solch hohe Maßstäbe an die Küche eines Restaurants anlegt, war mit ihrem Gulasch samt der Sauce und den Knödeln auf Anhieb zufrieden. Sogar der Rotwein aus Mähren sagte ihrem anspruchsvollen Gaumen zu, wenn auch mit der Anmerkung: „Er war ordentlich, aber die Rotweine von Geisels Vinothek sind einfach von niemandem zu schlagen.“ Dieser Aussage muss ich leider zustimmen; aber gegen dieses Kaliber hat es jede andere Münchner Gaststätte schwer….

An diesem Samstag gab es für mich Hirschragout. Wenn man bedenkt, in welch astronomischen Sphären sich derzeit das Preisniveau mancher Münchner Gaststätten bewegt, und sich vergegenwärtigt, dass vor 2020 ein ordentliches Wildgericht an die € 28,-- gekostet hat und heute kaum mehr bezahlbar ist, sind € 21,-- für eine großzügige Portion vom Hirsch mit viel Sauce und reichlich Knödeln ein Schnäppchen! Und das Bohemia hat einen neuen Fan, was mich noch mehr freut!

Allerdings muss ich nun auf den Wermutstropfen zu sprechen kommen, den ich in meiner Einleitung erwähnt hatte. Denn dass wir beide dort essen gingen, hängt damit zusammen, dass wir nicht mehr dorthin gehen können, wo wir früher den Auftakt eines neuen Jahres nach dem Ende des Weihnachtsurlaubs gefeiert hätten...



25.01.2026 - Die Schäffler - heuer mit lebenden Tänzern!
Kaum ein Tourist, der München zum ersten Mal besucht, ganz gleich, ob mit seiner Reisegruppe, seinen Freunden oder seiner Familie, kommt um den Marienplatz herum, weil er ganz einfach das Zentrum von München ist. Alle, die um 11:00 oder 12:00 Uhr am Marienplatz eintreffen, stellen sich mit Blick zum Turm des Neuen Rathauses auf, wo sich die dreistöckige Figurengruppe zu drehen und das Glockenspiel seine Melodien zu klimpern beginnt. Stets dreht sich als erstes das obere Stockwerk mit dem Ritterturnier, bei dem ein Ritter den anderen mit seiner Lanze vom Pferd stößt; am Ende grüßt das Münchner Kindl von ganz oben unter der Turmspitze, begleitet von einem krähenden Hahn; und auf der unteren Etage drehen sich die Schäffler zu jener Melodie, die von einheimischen Münchnern seit 1906, als man sie zum ersten Mal vom Rathausturm hörte, mit dem Text „Ower heit is koid, ower heit is koid, ower heit is sakramentisch koid...“ unterlegt wird. Die Geschichte, auf die der Schäfflertanz zurückgeht, hat jeder Fremdenführer im Kopf: Als einst in München eine große Pestepidemie zu Ende ging - die Legende spricht von der Zeit von 1515 bis 1517, es ist aber eher wahrscheinlich, dass das Jahr 1617 oder 1648 gemeint ist. Denn in diesen beiden Jahren wütete die Pest in ganz Europa, an der Millionen Menschen starben; und es ist durchaus denkbar, dass sich am Ende die ausgezehrten und verstörten Überlebenden kaum mehr aus ihren Häusern auf die Straße hinaus wagten. In München hatten die Schäffler, die für die Brauereien die Bierfässer in Handarbeit anfertigten, als erste den Mut, auf die Straßen und Plätze der Stadt zu gehen und dort zu musizieren und zu tanzen, um den Menschen zu zeigen, dass die Epidemie vorbei war und das Leben weiter ging. Um Gott für das Ende des großen Sterbens zu danken und ihn zu bitten, die Stadt künftig vor der Pest zu verschonen, legten die Schäffler das Gelübde ab, ihren Tanz fortan alle sieben Jahre aufzuführen.


Der Schäfflertanz - heuer mit lebenden Tänzern!


Kaum ein Tourist, der München zum ersten Mal besucht, ganz gleich, ob mit seiner Reisegruppe, seinen Freunden oder seiner Familie, kommt um den Marienplatz herum, weil er ganz einfach das Zentrum von München ist.

Alle, die um 11:00 oder 12:00 Uhr am Marienplatz eintreffen, stellen sich mit Blick zum Turm des Neuen Rathauses auf, wo sich die dreistöckige Figurengruppe zu drehen und das Glockenspiel seine Melodien zu klimpern beginnt.

Stets dreht sich als erstes das obere Stockwerk mit dem Ritterturnier, bei dem ein Ritter den anderen mit seiner Lanze vom Pferd stößt; am Ende grüßt das Münchner Kindl von ganz oben unter der Turmspitze, begleitet von einem krähenden Hahn; und auf der unteren Etage drehen sich die Schäffler zu jener Melodie, die von einheimischen Münchnern seit 1906, als man sie zum ersten Mal vom Rathausturm hörte, mit dem Text

„Ower heit is koid,

ower heit is koid,

ower heit is sakramentisch koid...“

unterlegt wird.

Die Geschichte, auf die der Schäfflertanz zurückgeht, hat jeder Fremdenführer im Kopf:

Als einst in München eine große Pestepidemie zu Ende ging - die Legende spricht von der Zeit von 1515 bis 1517, es ist aber eher wahrscheinlich, dass das Jahr 1617 oder 1648 gemeint ist. Denn in diesen beiden Jahren wütete die Pest in ganz Europa, an der Millionen Menschen starben; und es ist durchaus denkbar, dass sich am Ende die ausgezehrten und verstörten Überlebenden kaum mehr aus ihren Häusern auf die Straße hinaus wagten.

In München hatten die Schäffler, die für die Brauereien die Bierfässer in Handarbeit anfertigten, als erste den Mut, auf die Straßen und Plätze der Stadt zu gehen und dort zu musizieren und zu tanzen, um den Menschen zu zeigen, dass die Epidemie vorbei war und das Leben weiter ging. Um Gott für das Ende des großen Sterbens zu danken und ihn zu bitten, die Stadt künftig vor der Pest zu verschonen, legten die Schäffler das Gelübde ab, ihren Tanz fortan alle sieben Jahre aufzuführen.

So die Legende. Das Sieben-Jahres-Intervall wurde indes erst ab 1760 konsequent eingehalten. Doch die Uniform der Tänzer - schwarzer Hut mit grünem Zierband, scharlachrote Jacke mit Messingknöpfen, schwarze Kniehose mit einer mattgelben Schürze aus Leder darüber, weiße Kniestrümpfe und schwarze Haferlschuhe dazu – ist geblieben. Die heute übliche und weltweit bekannte Melodie wird seit 1906 gespielt; von 1760 bis 1886 gab es eine andere, die man den „alten Schäfflertanz“ nennt.

Was ich nicht auf dem Schirm hatte, ist die Tatsache, dass im Jahr 2026 das Sieben-Jahres-Intervall einmal mehr erfüllt ist. Ich wurde mit der Nase darauf gestoßen, als ich am Samstag, dem 17. Januar kurz nach 12:00 Uhr aus dem Ludwig Beck am Rathauseck herauskam - und direkt in den Schäfflertanz geriet, live vor meinen Augen!

Die Schäffler beginnen ihre Tanzserie am dritten Samstag im Januar auf dem Marienplatz vor dem Neuen Rathaus.
Am Sonntag ziehen sie in den Hofgarten vor die Bayerische Staatskanzlei. Abgesehen davon tanzen sie auf allen großen und markanten Plätzen Münchens, mindestens zweimal, oft sogar dreimal am Tag, bis am Faschingsdienstag auf dem Marienplatz der Reigen endet, wo er begonnen hat. Dann sind sie für die nächsten sieben Jahre verschwunden, und nur beim Trachten- und Schützen-Festzug am ersten Oktoberfest-Sonntag marschieren sie jedes Jahr mit.

Da der Schäfflertanz eine echte Münchner Tradition ist, fasse ich den Ablauf kurz zusammen:

Als Auftakt vor dem eigentlichen Tanz spielt die Blaskapelle, welche die Tanzgruppe bei allen Auftritten begleitet, den Bayerischen Defiliermarsch, den man sonst nur hört, wenn der Ministerpräsident bei einem offiziellen Anlass in der Öffentlichkeit erscheint und die Festzüge am ersten Oktoberfest-Wochenende beginnen. Die Schäffler marschieren in Zweierformation auf und bilden als erstes vor der Mariensäule einen Kreis.

Dann beginnt das „Ower heit is koid“ und der eigentliche Tanz in genau festgelegten Figuren:

der Lindwurm – symbolisiert das Wüten der Pest;

die Laube – zeigt, wie sich die Münchner in ihre Häuser einschlossen;

das Kreuz – steht für Gottes Segen;

die Krone – verkörpert die Schirmherrschaft des Landesfürsten, der den Tanz guthieß und zu dem Sieben-Jahres-Gelübde aufrief;

die Quadrille – steht für die Rückkehr der Menschen in den ewigen Kreis des Lebens;

und

das Changement – zeigt, wie die Menschen sich einander wieder nähern und grüßen.

Während des Tanzes, der mit all seinen Formationen eine gute halbe Stunde dauert, sind ein paar Spaßmacher in Kasperlkostümen unterwegs und necken die Zuschauerinnen und Zuschauer - einer von ihnen hat ein Töpfchen mit Ruß dabei und verpasst manch einem Passanten eine schwarze Nase -, und wenn die Formation am Ende einen Kreis bildet und zum Stillstand kommt, wünschen alle Schäffler:

„A Prosit auf die G’sundheit und Gottes Segen alle mitanand’!“

Danach ziehen sie in Zweierformation vom Platz, auch wieder begleitet vom Bayerischen Defiliermarsch.

Eigenartigerweise hat es sich während der mittlerweile siebenunddreißig Jahre, in denen ich in München unterwegs gewesen bin, in jedem Schäfflerjahr ergeben, dass ich mindestens einmal in eine Aufführung geriet, ohne es geplant oder zu dieser Zeit das Sieben-Jahres-Intervall im Kopf zu haben. Und in jedem Jahr, in dem ich die echten, leibhaftigen Schäffler tanzen sah, hat mir dies Glück und Auftrieb gebracht.

Mit meiner kleinen Erinnerung an diesen echten Münchner Brauch wünsche ich all meinen Leserinnen und Lesern nah und fern Gesundheit, Glück und alles Gute für das Jahr 2026!



25.01.2026 - Ein besonderer Jahresanfang, ein "Wellnesstag auf Münchner Art" und eine kleine Gedenkminute
Nach Weihnachten hat es fast den ganzen Januar gedauert, bis ich die Zeit und Muße gefunden habe, um mich zum neuen Jahr zu Wort zu melden. Zum einen hatte ich einige für mein Leben essentiell wichtige Dinge in die richtigen Wege zu leiten, und zum anderen nagte ich an einer Artikelreihe, die ein ernstes aber hoffnungsvolles Thema zum Gegenstand hat, das sich für den Beginn eines Jahres nicht recht eignet, zu dem ich aber mein Konzept aufsetzen und zumindest auf die Reihe bringen musste, bevor ich guten Gewissens mit meiner ersten Artikelreihe das Jahr 2026 willkommen heißen konnte und wollte. Der Anstoß hierzu ist ein Ereignis, das ich nicht auf dem Schirm hatte und in das ich unverhofft geriet, als ich im Rahmen eines „Wellnesstages“ in München unterwegs war, den ich für mein Wohlbefinden dringend nötig hatte. Daher beginnt meine erste Artikelreihe in diesem Jahr mit diesem Ereignis, bevor ich mich ein wenig darüber auslasse, wie bei mir ein optimaler „Wellnesstag“ auf Münchner Art aussieht. Denn das neue Jahr hat für mich recht vielversprechend und positiv begonnen, und dies möchte ich an meine geneigten Leserinnen und Leser weitergeben. Doch leider komme ich nicht um einen Wermutstropfen herum, den ich nicht unerwähnt lassen kann, weil dieser Wermutstropfen ein Stück echtes München ist, „aus der guten Zeit vor Anno 14. Damals hat noch Seine Königliche Hoheit der Prinzregent regiert“, wie es im Vorspann zu der seit Ende der 1970er Jahre beliebten Vorabendserie „Königlich Bayrisches Amtsgericht“ immer heißt.


Ein besonderer Jahresanfang, ein "Wellnesstag" auf Münchner Art und eine kleine Gedenkminute für eine echte Münchner Institution
 

Nach Weihnachten hat es fast den ganzen Januar gedauert, bis ich die Zeit und Muße gefunden habe, um mich zum neuen Jahr zu Wort zu melden. Zum einen hatte ich einige für mein Leben essentiell wichtige Dinge in die richtigen Wege zu leiten, und zum anderen nagte ich an einer Artikelreihe, die ein ernstes aber hoffnungsvolles Thema zum Gegenstand hat, das sich für den Beginn eines Jahres nicht recht eignet, zu dem ich aber mein Konzept aufsetzen und zumindest auf die Reihe bringen musste, bevor ich guten Gewissens mit meiner ersten Artikelreihe das Jahr 2026 willkommen heißen konnte und wollte.

Der Anstoß hierzu ist ein Ereignis, das ich nicht auf dem Schirm hatte und in das ich unverhofft geriet, als ich im Rahmen eines „Wellnesstages“ in München unterwegs war, den ich für mein Wohlbefinden dringend nötig hatte.

Daher beginnt meine erste Artikelreihe in diesem Jahr mit diesem Ereignis, bevor ich mich ein wenig darüber auslasse, wie bei mir ein optimaler „Wellnesstag“ auf Münchner Art aussieht. Denn das neue Jahr hat für mich recht vielversprechend und positiv begonnen. Und dies möchte ich an meine geneigten Leserinnen und Leser weitergeben..

Doch leider komme ich nicht um einen Wermutstropfen herum, den ich nicht unerwähnt lassen kann, weil dieser Wermutstropfen ein Stück echtes München ist, „aus der guten Zeit vor Anno 14. Damals hat noch Seine Königliche Hoheit der Prinzregent regiert“, wie es im Vorspann zu der seit Ende der 1970er Jahre beliebten Vorabendserie „Königlich Bayrisches Amtsgericht“ immer heißt.



25.01.2026 - Ein besonderer Jahresanfang und eine kleine Gedenkminute
Nach Weihnachten hat es fast den ganzen Januar gedauert, bis ich die Zeit und Muße gefunden habe, um mich zum neuen Jahr zu Wort zu melden. Zum einen hatte ich einige für mein Leben essentiell wichtige Dinge in die richtigen Wege zu leiten, und zum anderen nagte ich an einer Artikelreihe, die ein ernstes aber hoffnungsvolles Thema zum Gegenstand hat, das sich für den Beginn eines Jahres nicht recht eignet, zu dem ich aber mein Konzept aufsetzen und zumindest auf die Reihe bringen musste, bevor ich guten Gewissens mit meiner ersten Artikelreihe das Jahr 2026 willkommen heißen konnte und wollte. Der Anstoß hierzu ist ein Ereignis, das ich nicht auf dem Schirm hatte und in das ich unverhofft geriet, als ich im Rahmen eines „Wellnesstages“ in München unterwegs war, den ich für mein Wohlbefinden dringend nötig hatte. Daher beginnt meine erste Artikelreihe in diesem Jahr mit diesem Ereignis, bevor ich mich ein wenig darüber auslasse, wie bei mir ein optimaler „Wellnesstag“ auf Münchner Art aussieht. Denn das neue Jahr hat für mich recht vielversprechend und positiv begonnen, was ich an meine geneigten Leserinnen und Leser weitergeben möchte. Doch leider komme ich nicht um einen Wermutstropfen herum, den ich nicht unerwähnt lassen kann, weil dieser Wermutstropfen ein Stück echtes München ist, „aus der guten Zeit vor Anno 14. Damals hat noch Seine Königliche Hoheit der Prinzregent regiert“, wie es im Vorspann zu der seit Ende der 1970er Jahre beliebten Vorabendserie Königlich Bayrisches Amtsgericht immer heißt.


Ein besonderer Jahresanfang und eine kleine Gedenkminute
 

Nach Weihnachten hat es fast den ganzen Januar gedauert, bis ich die Zeit und Muße gefunden habe, um mich zum neuen Jahr zu Wort zu melden. Zum einen hatte ich einige für mein Leben essentiell wichtige Dinge in die richtigen Wege zu leiten, und zum anderen nagte ich an einer Artikelreihe, die ein ernstes aber hoffnungsvolles Thema zum Gegenstand hat, das sich für den Beginn eines Jahres nicht recht eignet, zu dem ich aber mein Konzept aufsetzen und zumindest auf die Reihe bringen musste, bevor ich guten Gewissens mit meiner ersten Artikelreihe das Jahr 2026 willkommen heißen konnte und wollte.

Der Anstoß hierzu ist ein Ereignis, das ich nicht auf dem Schirm hatte und in das ich unverhofft geriet, als ich im Rahmen eines „Wellnesstages“ in München unterwegs war, den ich für mein Wohlbefinden dringend nötig hatte.

Daher beginnt meine erste Artikelreihe in diesem Jahr mit diesem Ereignis, bevor ich mich ein wenig darüber auslasse, wie bei mir ein optimaler „Wellnesstag“ auf Münchner Art aussieht. Denn das neue Jahr hat für mich recht vielversprechend und positiv begonnen, was ich an meine geneigten Leserinnen und Leser weitergeben möchte.

Doch leider komme ich nicht um einen Wermutstropfen herum, den ich nicht unerwähnt lassen kann, weil dieser Wermutstropfen ein Stück echtes München ist, „aus der guten Zeit vor Anno 14. Damals hat noch Seine Königliche Hoheit der Prinzregent regiert“, wie es im Vorspann zu der seit Ende der 1970er Jahre beliebten Vorabendserie Königlich Bayrisches Amtsgericht immer heißt.