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Blog

Meine kulinarische Reisen

er mein Buch „EUROPRISMA – Meine Seelenreisen“ kennt, weiß, dass ich...



Vorwort zu meinem Blog-Bereich „Kulinarische Reisen in München, Bayern und Europa“

Wer mein Buch „EUROPRISMA – Meine Seelenreisen“ kennt, weiß, dass ich in den letzten zehn Jahren ein wenig in Europa herumgekommen bin. Und da einem „auf der Walz“ durch Orte, Gegenden und Städte ab und zu der Magen knurrt und einem auch die Zunge ganz gerne mal am Gaumen kleben bleibt, geht man irgendwo hin und lässt sich zum Essen und Trinken nieder.

Doch in einer so großen Stadt wie München oder in einer sowohl quicklebendigen als auch uralten Stadt wie z.B. Nürnberg, Rosenheim oder Passau ist es gar nicht nötig, sein eigenes Land zu verlassen, um mit dem Magen auf Reisen zu gehen. Sowohl die gutbürgerliche bayrische und fränkische Küche als auch Gaumenfreuden aus aller Herren Länder warten an manch einer Ecke, um zu zeigen, was sie so alles können.

Für die Gourmets unter uns, denen mehrmals aus gegebenem Anlass das Wasser im Munde zusam-mengelaufen ist, möchte ich von Gaststätten, Cafés und Bars erzählen, die mir über den Weg gelaufen sind und in denen ich hocherfreut hängengeblieben bin.

Ich würde mich freuen, wenn auch Ihr über das schreibt, was Euch das Wasser im Munde zusammen-laufen lässt.


16.02.2020 - Eine Münchner Institution - Das Schmalznudel-Café Frischhut
Wer wie ich am Rand einer Stadt mit vielen Besonderheiten, Sehenswürdigkeiten und Gaststätten lebt, läuft Gefahr, sie auf ein geistiges Abstellgleis zu schieben, weil man sich sagt: „Das wird es auch in zig Jahren noch geben und läuft mir nicht davon; ich kann es mir immer noch ansehen, wenn ich nichts anderes vorhabe.“ So ist es mir jahrzehntelang mit dem ‚Schmalznudel-Café Frischhut am Viktualienmarkt ergangen. Irgendwie war es schon immer da und hat mich mit seiner holzverkleideten Fensterfront jedes Mal angezogen, wenn ich zufällig daran vorbeikam. Nur öffnet es immer sehr früh - einst um fünf Uhr, seit etwa zehn Jahren um sieben Uhr morgens - und schließt bereits abends um halb sieben.


Eine Münchner Institution – Das Schmalznudel-Café Frischhut
 

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Wer wie ich am Rand einer Stadt mit vielen Besonderheiten, Sehenswürdigkeiten und Gaststätten lebt, läuft Gefahr, sie auf ein geistiges Abstellgleis zu schieben, weil man sich sagt: „Das wird es auch in zig Jahren noch geben und läuft mir nicht davon; ich kann es mir immer noch ansehen, wenn ich nichts anderes vorhabe.“

So ist es mir jahrzehntelang mit dem ‚Schmalznudel-Café Frischhut am Viktualienmarkt ergangen. Irgendwie war es schon immer da und hat mich mit seiner holzverkleideten Fensterfront jedes Mal angezogen, wenn ich zufällig daran vorbeikam. Nur öffnet es immer sehr früh - einst um fünf Uhr, seit etwa zehn Jahren um sieben Uhr morgens - und schließt bereits abends um halb sieben. Genau in diesem Zeitraum saß ich für gewöhnlich an meinem Arbeitsplatz, und wenn ich nach Dienstschluss zufällig einmal vorbeikam, waren dort schon die Schotten dicht.

Doch durch meine Auszeit hat sich im Jahr 2019 mein Tages- und Lebensrhythmus grundlegend verändert, so dass mir tagsüber wesentlich mehr Zeit zur Verfügung steht als sonst. Als ich an einem milden Frühlingstag auf dem Weg zur Bushaltestelle am Viktualienmarkt war, um zur Auer Dult zu fahren, kam mir auf einmal in den Sinn, dass innerhalb weniger Jahre viele alteingesessene Münchner Geschäfte in der Innenstadt aufgehört haben… Im nächsten Moment saß ich an einem der kleinen Holztische auf der Freischankfläche.

Seit 1973 liegt dieses Café der Schrannenhalle am Viktualienmarkt gegenüber, erweckt aber mit seiner gedrechselten Fassade, dem Schriftzug in altdeutscher Frakturschrift und seinen schlichten Holztischen und Bänken den Eindruck, als sei es schon zur Zeit des Prinzregenten Luitpold hier gewesen – vielleicht wegen des alten Grammophons, das in einer Nische des kleinen, winkligen, aber gemütlichen Innenraums steht.

Nicht nur die Schmalznudeln, die dem Café seinen Namen gaben, gibt es hier, sondern auch Dampf- und Rohr-nudeln – alles bayrische Spezialitäten, die aus Hefeteig bestehen und so frisch und warm wie möglich serviert werden.

Schmalznudeln nennt man in Bayern „Auszog’ne“, weil man die kleinen runden Hefefladen über dem Handballen auseinanderzieht, denn sie sollen in der Mitte so dünn, leicht und knusprig wie möglich werden. Drumherum lässt man einen runden hohen Kranz stehen, der das Ganze zusammenhält und trägt.

Nach einem kurzen Bad in frischem siedendem Butterschmalz sieht das duftende Endergebnis so aus: