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Blog

Meine kulinarische Reisen

er mein Buch „EUROPRISMA – Meine Seelenreisen“ kennt, weiß, dass ich...



Vorwort zu meinem Blog-Bereich „Kulinarische Reisen in München, Bayern und Europa“

Wer mein Buch „EUROPRISMA – Meine Seelenreisen“ kennt, weiß, dass ich in den letzten zehn Jahren ein wenig in Europa herumgekommen bin. Und da einem „auf der Walz“ durch Orte, Gegenden und Städte ab und zu der Magen knurrt und einem auch die Zunge ganz gerne mal am Gaumen kleben bleibt, geht man irgendwo hin und lässt sich zum Essen und Trinken nieder.

Doch in einer so großen Stadt wie München oder in einer sowohl quicklebendigen als auch uralten Stadt wie z.B. Nürnberg, Rosenheim oder Passau ist es gar nicht nötig, sein eigenes Land zu verlassen, um mit dem Magen auf Reisen zu gehen. Sowohl die gutbürgerliche bayrische und fränkische Küche als auch Gaumenfreuden aus aller Herren Länder warten an manch einer Ecke, um zu zeigen, was sie so alles können.

Für die Gourmets unter uns, denen mehrmals aus gegebenem Anlass das Wasser im Munde zusam-mengelaufen ist, möchte ich von Gaststätten, Cafés und Bars erzählen, die mir über den Weg gelaufen sind und in denen ich hocherfreut hängengeblieben bin.

Ich würde mich freuen, wenn auch Ihr über das schreibt, was Euch das Wasser im Munde zusammen-laufen lässt.


02.03.2020 - Aus gegebenem Anlass und für kleine Sünderlein wie mich - Die Confiserie Elly Seidl
Hier und heute muss ich mich outen: Zwar rauche ich nicht, nehme auch keinerlei Drogen, trinke im Schnitt nur selten Alkohol und vertrage daher auch nicht viel - mit zunehmendem Alter eher immer weniger... Doch einer großen Schwäche bzw. Sünde muss ich mich bezichtigen: Ich bin ein Sweetaholic. So darf man mich zum Beispiel nicht mit einer Marzipankartoffel oder einer Tüte Kokosflocken - am besten noch von der Auer Dult - allein lassen, denn so etwas überlebt bei mir nicht lange. Natürlich kenne ich die Gefahren, die mit Süßigkeiten einhergehen, und habe meinen Konsum seit 2018 eín wenig eingeschränkt. Aber dann und wann gönne ich sie mir als besondere Belohnung, und ich glaube, jetzt habe ich eine verdient: Endlich habe ich all meine Prüfungen bestanden und darf mich "Wirtschaftsfachwirtin IHK" nennen (Urkunde kommt)!


Hier und heute muss ich mich outen: Zwar rauche ich nicht, nehme auch keinerlei Drogen, trinke im Schnitt nur selten Alkohol und vertrage daher auch nicht viel - mit zunehmendem Alter eher immer weniger... Doch einer großen Schwäche bzw. Sünde muss ich mich bezichtigen: Ich bin ein Sweetaholic. So darf man mich zum Beispiel nicht mit einer Marzipankartoffel oder einer Tüte Kokosflocken - am besten noch von der Auer Dult - allein lassen, denn so etwas überlebt bei mir nicht lange.

Natürlich kenne ich die Gefahren, die mit Süßigkeiten einhergehen, und habe meinen Konsum seit 2018 ein wenig eingeschränkt. Aber dann und wann gönne ich sie mir als besondere Belohnung, und ich glaube, jetzt habe ich eine verdient: Endlich habe ich all meine Prüfungen bestanden und darf mich "Wirtschaftsfachwirtin IHK" nennen (Urkunde kommt)! Auch ist es mir gelungen, fünf IHK-Prüfern eine kleine Präsentation meines Könnens als Schriftstellerin - quasi mein Gesellenstück - vorzulegen und um Unterstützung für meine Sache zu werben. Natürlich erst, nachdem ich meinen Sachvortrag und mein Fachgespräch hinter mir hatte, meine Prüferinnen und Prüfer mir gratuliert und mir mein "Bestanden"-Zertifikat in die Hand gedrückt haben.. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hatte mir vorgenommen, meinen erfolgreichen Abschluss und neuen Titel in der Confiserie Elly Seidl zu feiern, und nun war der Anlass dafür gekommen...

Wie das Café Frischhut und das Kuchlverzeichnis ist auch die Confiserie Elly Seidl eine echte Münchner Institution, in der seit 1918 Pralinen wie auch Torten und Törtchen vom Feinsten zubereitet und serviert werden- Auch ist Elly Seidl eine Marke, die es so nur in München und rund um den Starnberger See gibt.

Man stelle sich ein Maracuja-Vanille-Schaumtörtchen oder ein rosiges Petit four vor, oder etwa eine Arrak-, Amarula- oder Baileys-Praline, die einem auf der Zunge zergeht und im gleichen Atemzug zuschlägt wie der Handschuh eines Boxers...

Bei so etwas tanzen meine Geschmacksnerven Samba und Cha-Cha-Cha zugleich!  Fünf Sterne von einem bekennenden kleinen Sünderlein!



16.02.2020 - Eine Münchner Institution - Das Schmalznudel-Café Frischhut
Wer wie ich am Rand einer Stadt mit vielen Besonderheiten, Sehenswürdigkeiten und Gaststätten lebt, läuft Gefahr, sie auf ein geistiges Abstellgleis zu schieben, weil man sich sagt: „Das wird es auch in zig Jahren noch geben und läuft mir nicht davon; ich kann es mir immer noch ansehen, wenn ich nichts anderes vorhabe.“ So ist es mir jahrzehntelang mit dem ‚Schmalznudel-Café Frischhut am Viktualienmarkt ergangen. Irgendwie war es schon immer da und hat mich mit seiner holzverkleideten Fensterfront jedes Mal angezogen, wenn ich zufällig daran vorbeikam. Nur öffnet es immer sehr früh - einst um fünf Uhr, seit etwa zehn Jahren um sieben Uhr morgens - und schließt bereits abends um halb sieben.


Eine Münchner Institution – Das Schmalznudel-Café Frischhut
 

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Wer wie ich am Rand einer Stadt mit vielen Besonderheiten, Sehenswürdigkeiten und Gaststätten lebt, läuft Gefahr, sie auf ein geistiges Abstellgleis zu schieben, weil man sich sagt: „Das wird es auch in zig Jahren noch geben und läuft mir nicht davon; ich kann es mir immer noch ansehen, wenn ich nichts anderes vorhabe.“

So ist es mir jahrzehntelang mit dem ‚Schmalznudel-Café Frischhut am Viktualienmarkt ergangen. Irgendwie war es schon immer da und hat mich mit seiner holzverkleideten Fensterfront jedes Mal angezogen, wenn ich zufällig daran vorbeikam. Nur öffnet es immer sehr früh - einst um fünf Uhr, seit etwa zehn Jahren um sieben Uhr morgens - und schließt bereits abends um halb sieben. Genau in diesem Zeitraum saß ich für gewöhnlich an meinem Arbeitsplatz, und wenn ich nach Dienstschluss zufällig einmal vorbeikam, waren dort schon die Schotten dicht.

Doch durch meine Auszeit hat sich im Jahr 2019 mein Tages- und Lebensrhythmus grundlegend verändert, so dass mir tagsüber wesentlich mehr Zeit zur Verfügung steht als sonst. Als ich an einem milden Frühlingstag auf dem Weg zur Bushaltestelle am Viktualienmarkt war, um zur Auer Dult zu fahren, kam mir auf einmal in den Sinn, dass innerhalb weniger Jahre viele alteingesessene Münchner Geschäfte in der Innenstadt aufgehört haben… Im nächsten Moment saß ich an einem der kleinen Holztische auf der Freischankfläche.

Seit 1973 liegt dieses Café der Schrannenhalle am Viktualienmarkt gegenüber, erweckt aber mit seiner gedrechselten Fassade, dem Schriftzug in altdeutscher Frakturschrift und seinen schlichten Holztischen und Bänken den Eindruck, als sei es schon zur Zeit des Prinzregenten Luitpold hier gewesen – vielleicht wegen des alten Grammophons, das in einer Nische des kleinen, winkligen, aber gemütlichen Innenraums steht.

Nicht nur die Schmalznudeln, die dem Café seinen Namen gaben, gibt es hier, sondern auch Dampf- und Rohr-nudeln – alles bayrische Spezialitäten, die aus Hefeteig bestehen und so frisch und warm wie möglich serviert werden.

Schmalznudeln nennt man in Bayern „Auszog’ne“, weil man die kleinen runden Hefefladen über dem Handballen auseinanderzieht, denn sie sollen in der Mitte so dünn, leicht und knusprig wie möglich werden. Drumherum lässt man einen runden hohen Kranz stehen, der das Ganze zusammenhält und trägt.

Nach einem kurzen Bad in frischem siedendem Butterschmalz sieht das duftende Endergebnis so aus: